Alfa Spider Rundheck

Der im März 1966 auf dem 36. Genfer Automobilsalon vorgestellte Alfa Spider Rundheck wurde in seiner ersten Ausführung auch Duetto genannt.

Plakat 36. Automobilsalon in Genf 1966
Plakat 36. Automobilsalon in Genf 1966

Als Motor verbaut wurde ein Vierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen und Doppelvergaser. Dieser leistete 109 PS aus einem Hubraum von 1570 ccm. Damit beschleunigte der Alfa Spider Rundheck in nur 11,9 Sekunden von Null auf 100 km/h. Die vom Hersteller genannte Höchstgeschwindigkeit betrug 185 km/h angegeben. Für Mitte der siebziger Jahren waren das hervorragende Leistungsdaten.

Der Motor zeichnete sich zudem durch seine Drehfreudigkeit aus, und beschleunigte aus allen fünf Gängen heraus sehr gut. Genauso wichtig für sportliches Fahren ist natürlich auch die Bremsanlage. Diese bestand in dieser Baureihe serienmäßig aus vier Scheibenbremsen.

Alfa Romeo Spider mit Rundheck

In das Amaturenbrett des Alfa Romeo Spider Rundheck waren zwei große Rundinstrumente eingelassen. Neben dem Tacho und Drehzahlmesser befanden sich zudem einige Kontrollleuchten. Die Front es Armaturenbretts im Alfa Spider Rundheck war in Wagenfarbe lackiert. Auf Fahrer- und Beifahrerseite waren zwei runde Öffnungen für das Gebläse integriert. In der Cockpitmitte gab es drei weitere kleine Rundinstrumente für den Tank, die Wassertemperatur und den Öldruck zu finden. Vor dem Fußraum der Beifahrerseite bot der Alfa Spider Rundheck ein geräumiges Handschuhfach, dessen Abdeckung ebenfalls in Wagenfarbe lackiert war. Unterhalb des Armaturenbrettes waren die Regler für die Heizung. Hinter dem Schalthebel (unpraktisch, aber das Auto war schmal) waren ein ein Aschenbecher und der Zigarettenanzünder eingebaut.

Ein Sicherheitsmanko, gerade in Anbetracht der Leistungsdaten, war der Fehlen von Sicherheitsgurten und Kopfstützen.

Alfa Romeo Spider mit Rundheck Heckansicht

Für Mitte der siebziger Jahre war der Alfa Romeo Rundheck Spider gewiss ein sehr gelungenes Auto. Er überzeugte konsequent durch die technischen Daten und sein Design. Mit einem Preis von circa 13.000 D-Mark war der offene Sportwagen auch nicht zu teuer.

Neue Motoren für den Alfa Spider Rundheck ab 1968

Zu Beginn des Jahres 1968 stellte Alfa Romeo für den Spider zwei neue Motorenvarianten vor. Das stärkte Modell, der Spider 1750 wurde von einem 1.779 ccm großen Motor mit 115 PS angetrieben. Während sich die Höchstgeschwindigkeit mit nunmehr 187 km/h gegenüber dem Spider 1600 kaum veränderte, war die Beschleunigung von Null auf 100 Km/h nun in 10,4 Sekunden möglich, 1,2 Sekunden weniger. Typisch für den Spider 1750 waren Scheinwerferabdeckungen ab Werk. Diese sollten der Aerodynamik dienen. Die Reifen waren mit 165/14 nun ein wenig breiter als beim 1600er.

Das Einsteigermodell des Alfa Romeo Spider Rundheck wurde der 1300er Spider Junior. Sein Motor hatte einen Hubraum von 1.290 ccm und leistete damit 88 PS. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 169 km/h angegeben, die Beschleunigung von Null auf 100 km/h war in 13,4 Sekunden möglich. Auch beim Komfort mussten Abstriche im Vergleich zu den größeren Brüdern hingenommen werden. Die vorderen Dreiecksfenster waren nicht ausstellbar und das Zweispeichenlenkrad aus Kunststoff gefertigt.

36. Genfer Automobilsalon

Drei Alfa Romeo Spider Rundheck Versionen

Somit gab es seit dem Automobilsalon 1968 drei verschiedene Versionen des Alfa Spider. Bei der Karrosserie und im Innenraum unterschieden sich die Brüder nur wenig gab es ab 1968 drei Spider Versionen. Die Modelle unterschieden sich optisch von der Karosserie und dem Innenraum nur wenig und konnten in der Regel nur von eingeschworenen Alfistis auseinandergehalten werden.

Von Ende 1969 an überschnitt sich die Produktion der Rundheck-Modellreihe mit der des Spider Fastback. Zu diesem Zeitpunkt war es möglich, sowohl den alten Alfa Spider als auch den neuen zu bestellen.

Zunächst wurde dann der Spider 1750 aus der Produktion genommen, Ende 1970 auch der Spider 1300 Junior.

13.700 Rundheck Spider wurden zwischen 1966 und 1970 weltweit verkauft, ein Großteil davon in die USA. Diese Modelle unterschieden sich jedoch dadurch, dass die Motoren keine Doppelvergaser, sondern eine Einspritzanlage hatten. 1967 wurden in Amerika die Scheinwerferabdeckungen verboten.

Die Ära des Alfa Spider Fastback begann ab Ende 1969.

Habt Ihr Fotos Eurer Alfa Spider Rundheck? Gerne könnt Ihr mir Ansichten von Außen und Innen sowie dem Motorraum schicken. Ich werde diese mit Eurem Einverständnis dann gerne hier veröffentlichen.

Kategorien